Berufliche Inklusion Krebserkrankter - Auftrag an die Klinische Soziale Beratung

Journal Title

Journal ISSN

Volume Title

Publisher

Abstract

Im Zentrum dieses Artikels stehen 216 Personen, die im erwerbsfähigen Alter von einer Krebserkrankung betroffen sind und 2012 eine Beratung bei „Krebs und Beruf“, einem Projekt der Österreichischen Krebshilfe Wien, in Anspruch genommen haben. Mit Hilfe einer Sekundärdatenanalyse der entsprechenden Falldokumentationen wird quantifiziert, welche Merkmale diese KlientInnen auszeichnen, welche Faktoren ihre berufliche In-/Exklusion beeinflussen und welche Anforderungen sie an die Sozialberatung hatten. Bei der Auswertung zeigte sich, dass eine weitere Berufstätigkeit trotz Krebserkrankung bei mehr als der Hälfte der KlientInnen möglich war. Die höchste Inklusion wiesen Frauen unter 55 Jahren mit der Diagnose Brustkrebs sowie KlientInnen im Angestelltenverhältnis auf. Die berufstätigen KlientInnen wurden vor allem bei der Sicherung ihrer Inklusion unterstützt. Beruflich Exkludierte benötigen in erster Linie Beratung zu sozialen Problemen und zur Existenzsicherung. Beide Gruppen zeigten überdies einen hohen Gesprächsbedarf hinsichtlich der Krankheitsbewältigung. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen zu einem besseren Verständnis der Problemlage chronisch Kranker beitragen und können zur gezielten Weiterentwicklung der beruflichen und sozialen Beratungsangebote für diese Gruppe genutzt werden.

Description

Citation

Endorsement

Review

Supplemented By

Referenced By